Bali – Insel der Götter& Dämonen / Mangrovenwald / Jungutbatu Beach

Heute wollen wir zum Mangrovenwald, der einen Teil von Nusa Lembongan bedeckt. Da dieser am anderen Ende der Insel ist, geht es wieder auf den Roller. Diesmal fährt Uschi hinten drauf mit. Wir fahren quer über die Insel. Während der Fahrt beginnt es zu regnen. Die Sicht wird schlechter, da kommt einiges an Wasser vom Himmel. Zum Glück ist der Regen wenigstens warm. Irgendwann sind wir so nass, dass das Fahren durch die Pfützen auch keinen Unterschied mehr macht. Das darf man sich aber nicht vorstellen, wie ein Regen in Deutschland. Es ist eher eine warme Dusche von oben und man fühlt sich ein bisschen, wie in einem Dampfbad.

Der Weg führt durch die Natur Lembongans, zeigt uns aber auch wo der Müll auf der Insel landet. Zack–Deponie…Erde drauf!

Zum Glück lässt der Regen irgendwann auf dem Weg nach und die Sonne kommt wieder heraus. Wir fahren an der Nord-Ostküste Lembongans entlang, die von vielen kleinen Bar und Warungs gesäumt wird.

Am Mangrovenwald angekommen, parken wir unseren Roller und werden direkt von einer älteren Frau angesprochen, ob wie eine Mangroventour machen wollen. Nach kurzem Verhandeln sind wir uns einig – 200.000 IDR =13,50€ bezahlen wir für eine Tour zu zweit. Diese Verhandlung werden wir noch bereuen…

Wir fahren los mit einem flachen Boot, das durch die Mangroven gestakt wird. Wir haben Glück, es ist nicht viel los, vermutlich auf Grund des Regens, so dass wir die Stille und die Geräusche des Mangrovenwaldes geniessen können. Immer mal kommt ein anderes Boot oder ein Kanu im Irrgarten des Mangrovensumpfes in Sicht. Die Locals scheinen aber einen festen Kurs zu haben, sodass man nicht verloren geht 😉

Tipp: Wenn ihr den Mangrovensumpf allein erkunden wollt, mietet euch einfach am Ende des Weges, der bis zu den Mangrovensümpfen führt, ein Kanu. Es gibt Einzel- und Doppelkanus, mit denen ihr durch die Mangroven und hinaus aufs Meer paddeln könnt.

Wir sind fasziniert, wie sich die Mangroven „verrenken“, um ans Wasser zu kommen und so die wildesten Formen bilden. Irgendwann halten wir an einer Sandbank am Ufer. Unsere Bootsführerin zeig immer wieder an eine Stelle am Ufer und erzählt uns was von Tieren…ratlos blicken wir uns an. Doch dann sehen wir eine orangfarbene Bewegung am Ufer und entdecken die winzigen bunten Krabben, die dort leben. Sogenannte Winkerkrabben, zu erkennen an der einen überdimensionalen Schere.

Wir fahren weiter und geniessen die Ruhe und das schummerige Licht im Mangrovenwald. Irgendwann öffnen sich die Bäume und wie durch einen Tunnel kommt man aufs offene Meer. Das Wasser ist hier nicht einmal knietief und so setzen wir einige Male auf Sand auf, was sich aber in Sekundenschnelle beheben lässt. Wir fahren am Rand des Mangroven entlang.

Ein toller Kontrast von grün und blau. Sehr lebendig und ursprünglich. Irgendwann biegen wir wieder in den Mangrovenwald ein. An einem Busch hält unsere Bootsführerin aufgeregt inne. „Look, look“, sagt sie und deutet lachend auf den Baum, den wir fast mit unserem Boot berühren.

Zu unserer großen „Freunde“ ist der ganze Busch mit handtellergroßen Spinnen übersäht. Ob wir sie auch wirklich sehen könnten, fragt unsere Bootsführerin während sie das Boot noch näher an diesen schrecklichen Baum fährt. Ganz entzückt und kichernd erklärt sie uns, dass wir totales Glück hätten – durch den Regen wären noch mehr zu sehen als sonst. Ja ähm danke…können wir jetzt weiter. Uschi wird langsam blass und steht kurz davor unter einem panischen Schrei über das Wasser zu rennen. Ich bin mir sicher, dass sie in diesem Moment tatsächlich rennen würde ohne das Wasser zu berühren 😀

Look , look Spiders!

ENDLICH! Wir sind froh, als das Boot wieder in der Mitte des Wassers ist. Wir sind uns sicher – das war die Rache für das Handeln um den Preis der Bootstour.

Verstohlen klopfen wir uns ab und prüfen Haare und Nacken. Pfuuuu…zum Glück haben wir wohl keine „Gäste“ mitgebracht.

Irgendwann legen wir wieder dort an, wo wir losgefahren sind. Wir bedanken uns und steigen etwas wackelig vom Boot. Wir glauben immernoch das Kichern der Bootsführerin hinter uns zu hören…

Nach unsere Mangroventour ist uns nach einer Pause. Wir schauen nach einer kleinen Bar, von der wir schon auf einem anderem Blog gelesen haben.

Wir halten im Nano Nano Restaurant&Bar. Für Essen ist es uns noch zu früh, wir haben, wie immer, gut gefrühstückt. Hier gibt’s es allerdings hervorragende Smoothies und Mocktails und das örtliche Bier Bintang gibt es eh überall. Ich glaube, Uschi hätte einen ganzen Putzeimer von ihrem Kokos-Smoothie trinken können.

Sascha`s Tipp: Das meistverkaufte Bier auf Bali ist Bintang. Dieses gibt es in zwei Größen: 330ml und 660!ml. Wenn ihr eh einen Moment bleiben wollt, lasst euch gleich das riesige Bier mit Kühlmanschette geben. Ist meist günstiger und ihr spart euch einen Kellnerruf 😉 Sehr zu empfehlen ist auch die Radler Version des Bintag.

Im Nano Nano kann man wunderschön direkt am Sandstrand sitzen und natürlich auch baden, außerdem bietet der Inhaber eigene Schnorcheltouren an.

Erfrischt ziehen wir weiter, weil wir uns auf dem Rückweg noch einen der schönsten Strände auf Lembongan anschauen wollen – den Jungutbatu Beach.

Wie zur ewarten war, sitzt auch hier ein mittelgroßes Resort, das Mahagiri Resort *. Das Hotel hat natürlich einen traumhafte Aussicht und Strand, dafür wohl auch viele chinesische Touristen. Wer aber auf Lembongan im weissen Sand liegen und das faule Inselleben geniessen will, wird sich hier sicher wohlfühlen. Warum dieser Strand so sauber und ordentlich ist, ist leicht zu erklären – das Hotel kümmert sich um den Strand. Über das Essen und die Zimmer können wir natürlich nichts sagen, aber die Lage ist absolut traumhaft.

Am Strand angekommen, stellen wir schnell fest, dass für die dortigen Einrichtungen (Liege, Schirme etc.) für Nicht-Hotelgäste eine nicht unerhebliche Gebühr erhoben wird. 500.000 IDR = 33€ würde uns der Spaß kosten, wir verzichten.

Wir üblich haben wir unsere TravelTowels * und ein Strandtuch dabei, so dass es auch der tolle Sand tut.

Ein paar Bilder in den Klischeeeinrichtungen, wie auf der Schaukel oder dem Weidenkorb, dürfen dann aber doch nicht fehlen 😉

Sascha testet das Meer: warm, aber ordentlich Strömung. Außerdem zieht sich der Himmel irgendwie schon wieder bedrohlich duster zusammen und sieht sehr unheilvoll aus. Nach einem kurzen Bad holen wir uns an der Bar eine frische Kokosnuss für Uschi, das wollte sie die ganze Zeit schon probieren. Überraschenderweise stellt sie fest – schmeckt immernoch nicht.

Hier im Schatten lässt es sich gut aushalten, das Panorama ist traumhaft. Das Unwetter scheint vorbeizuziehen. Man ist direkt entspannt.

Trotzdem ist es natürlich schade, dass immer mehr Strandabschnitte von einzelnen Hotels vereinahmt werden und auch durchaus intensiv bepreist werden. Lasst euch allerdings Nichts erzählen: mit eurem Handtuch dürft ihr euch weiterhin überall kostenlos niederlassen. Die Strände sind öffentlich.

Irgendwann zieht es uns dann weiter. Mehr oder weniger zufällig machen wir am berühmten Panorama Point für ein Bild halt.

Hier habt ihr wirklich einen tollen Blick auf die Insel. Achtet jedoch darauf, dass ihr irgenwo sicher am Rand steht. Von oben kommt euch Verkehr entgegen.

Safety First

Weiter geht es zum Tamarind Beach. Allerdings ist dieser eine Enttäuschung und wirklich nicht sehenwert, so dass wir nach den vielen tollen Stränden, die wir gesehen haben, hier keinen weiteren Halt einlegen, sondern uns lieber für eine gemütliche Runde Pool & Buch entscheiden. Wir sind ja im Urlaub 😉

Wie auch gestern, gönnt sich Sascha noch eine Bali-Massage im Hayaruma Day Spa, das nur 5 Minuten von unserem Hotel entfernt liegt. Sehr zu empfehlen. 60 Minuten Bali Massage 200.000 IDR = 13,50€

Zum Abendessen verschlägt es uns in eines der vielen, kleinen Restaurants der Insel. Besonderheit hier: Schwarze Burger mit einer speziellen Soße.

Und wie kann es auf Lembongan nicht anders sein, natürlich Spiegelei. War wirklich lecker. Wie üblich – im Dunklen geht es zurück in unsere schöne Villa. Wir müssen noch packen. Denn morgen geht es mit dem Schnellboot zurück nach Bali. Wir wollen ja noch mehr von der Insel sehen. Unser nächstes Ziel ist Ubud.

* Einige unserer Beiträge enthalten Affiliate-Links zu Produkten oder Unterkünften, die wir auf unseren Reisen benutzen. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Wir empfehlen nur Produkte, Hotels etc. die wir selbst benutzt oder besucht und für gut befunden haben.

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