Kefalonia – In den Gefilden des Odysseus / Melissani Cave / Antisamos Beach

Wie jeden Morgen begrüßt Uschi die aufgehende Sonne. Ich finde das sehr lustig und die Sonne freut sich bestimmt. Wir frühstücken eine Kleinigkeit am leckeren Buffet und packen unsere Rucksäcke mit Sandwiches, Getränken und Badesachen für den Tag.

Wir nutzen für Reisen mit Handgepäck Rucksäcke der Marke Cabin Max. Damit kommen wir dann für maximal eine Woche aus. Das kann eine Menge Gepäckkosten sparen, da sich einige Airlines die aufgegebenen Gepäckstücke ja doch vergolden lassen. Wenn man ein bisschen effizient packt, kommt man damit locker rum und man kann die Rucksäcke dann vor Ort als großzügige Tagesrucksäcke nutzen.

Nach dem Packen geht es erst einmal ein Runde in den Pool, da die Sonne gerade herrlich scheint. Im Vergleich zum Meer ist der Pool im Oktober doch sehr frisch.

Erfrischt machen wir uns auf den Weg zu einem weiteren Highlight auf Kefalonia – der Melissani Cave.

Wir fahren die bereits bekannte Küstentraße mit dem tollen Ausblick entlang, an Myrtos und Asos vorbei, in den Nordosten der Insel.

Die Melissani Cave liegt in der Nähe von Sami, am Ende des Dorfes Karavomilos.

In dieser Höhlenkammer liegt ein unterirdischer See. Das Besondere an dem See ist, das er eine Mischung aus Salz- und Süßwasser führt. Das einströmende Meereswasser gelangt von Felsspalten nahe Argostoli unterirdisch und den See und vermischt sich in der Höhle mit dem Grundwasser. Die Höhle liegt nur rund 1 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Höhle wurde bereits 1951 entdeckt, aber erst als beim großen Beben von 1953 die Decke der Höhle einstürzte und die Sonne das Wasser erreichen konnte, enthüllte sich dessen einmalige Schönheit.

Heute kann man die Höhle durch einen künstlich geschaffenen Tunnel betreten und sich mit einem Boot über den See fahren lassen. Der Anblick und die Farben des Wasser sind sehr beeindruckend. Allerdings ist der Eintritt mit 7,00 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder auch nicht gerade günstig. Dafür ist die Bootsfahrt dann recht kurz und man kann danach nicht länger in der Höhle verweilen.

Tipp: Versucht an einem sonnigen Tag, gegen Mittag oder kurz danach in der Höhle zu sein. Dann sind die Farben des Wassers und das Lichtspiel am beeindruckensten.

In direkter Nachbarschaft befindet sich noch die Drogarati-Tropfsteinhöhle, die wir aber nicht besucht haben.

Wir haben die Eindrücke genossen, sind allerdings vom Preis-Leistungsverhältnis etwas enttäuscht. Einmal sollte man sich die Höhle während seines Aufenthaltes angeschaut haben, aber dann ist ehrlich gesagt auch gut.

Wir fahren weiter nach Sami. Dieser Ort ist vor allem bei Wassersportlern beliebt. Wer auf Kefalonia im Sommer etwas mehr „Action“ haben möchte, ist hier genau richtig. Neben dem Wassersport ist Sami vor allem für seine vielen Restaurants, Kaffeehäuser und Bars bekannt und für den direkt Ausblick auf die kleine Nachbarinsel Ithaka. Der Legende zugfolge oder bzw. dem lieben Homer nach – die Heimat des Odysseus.

Ithaka

Wir haben es besser als Odysseus und gelangen ohne Irrfahrt an unser nächstes Ziel – den Antisamos Beach.

Dieser Kiesstrand in einer ruhigen tiefen Bucht ist ganz vom Wassersport und direkt am Strand gelegenen Bars/Restaurants geprägt. Da es schon nach Mittag ist, lassen wir uns erst einmal zu einem Mittagsessen in der Antisamos Beach Bar nieder. Es fällt schwer zu essen untern den Blicken einer niedlichen und tatsächlich nicht aufdringlichen Katzenbande.

Tipp: Wenn ihr in einer der Bars ein Getränk oder Essen konsumiert, könnt ihr dafür auch kostenlos die Liegen und Sonnenschirme am Strand nutzen. Getränke kann man dann auch direkt an der Liege zum Strand bestellen.

Nach dem Essen geht es auf die Liegen: Entspannen, lesen und natürlich baden.

Das Wasser ist einfach phantastisch. Klar, kein Gemüse und nur viele muntere Fische. Gut zum schnorcheln oder sich einfach treiben lassen.

Wir geniessen schöne Stunden am Antisamos Beach, bevor wie uns langsam, aber sicher auf die Weiterfahrt machen. Wir wollen nicht dieselbe Route zurückfahren, da wir, wenn wir schon auf dieser Seite der Insel sind, gleich zum Abendessen nach Argostoli fahren können.

Dann passiert etwas, was uns eigentlich ständig passiert und oft zu den tollsten , oder denkwürdigsten Ausflügen führt: Wir entdecken ein braunes Schild, gelbe Schrift. Darauf ein Name. Eine Sehenswürdigkeit. Natürlich biegen wir ab…

Eine kurze Recherche ergibt, dass es sich um ein altes Kastell handelt. Wir sind neugierig.

Die Straße zieht sich durch die Olivenhaine, die Landschaft ist steinig und karg. Irgendwie wild und usprünglich. Viele Ziegen. Unser Maps bestätigt uns – wir sind richtig, eine weisse Straße, alles ok.

Tipp: Wenn bei Google Maps eine weiße Straße immer dünner wird, oder gar im Nichts endet, geht es dort vermutlich nicht weiter. Auch wenn ihr vor euch einen Weg seht 😉

Wir fahren einen Berg hinauf und tatsächlich, die Ruinen eines römischen Kastells. Notdürftig abgestützt. Geld fehlt halt überall in Griechenland. Wir klettern vorsichtig darin herum und stellen uns vor, wie man hier früher das Ionische Meer nach Feinden abgesucht hat.

Nun wollen wir weiter. Aber den ganzen Weg zurück? Direkt am Kastell beginnt ein sehr grober Schotterweg, den es laut Maps zwar nicht gibt, der aber irgendwann wieder auf eine Straße führen soll. Auf gehts, denken wir uns, da kommt sicher bald wieder Teer.

Dies stellt sich als großer Irrtum heraus: Der von kopfgroßen Steinen und entsprechenden Schlaglöcher übersäte Ziegenpfad kostet uns 40 Minuten, bis wir wieder auf einer Straße sind. Bis dahin sind wir klatschnass geschwitzt.

Das Video entstand auf einem der „besseren“ Abschnitte. Auf den schlechten Abschnitten war ein filmen mit der Handykamera tatsächlich zu gefährlich, da man alle vier Augen auf der Straße brauchte.

Als wir wieder ein Straße erreichen, geht schon langsam die Sonne unter und belohnt uns mit einem Farbenspiel.

Wir kehren in Argostoli ein, heute abend gibt es Risotto & Souvlaki. Der Nachtisch kommt ungefragt und geht aufs Haus. (leider haben wir uns den Namen des Resturants nicht gemerkt 😦 ). Lecker war es aber auf jeden Fall.

Nach dem Essen geht es mit der Fähre zurück nach Lixouri und in unser Hotel.

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