Rom – die ewige Stadt / Piazza Navona / Pantheon / Engelsburg

Nach einem herrlichen Frühstück mit einem tollen Blick auf den Petersdom (und unzähligen Bildern, die wir von der Terrasse aus noch schnell machen, bevor wir los gehen) geht es los zu unserem zweiten Tag in Rom. Auch heute haben wir ein volles Programm, welches auch wieder verspricht laufintensiv zu werden. Lieber noch schnell ein Croissant naschen, noch eine Tasse Kaffee genießen – jetzt aber los!

Wir schnüren die Turnschuhe nochmal fest und dann geht es zu Fuß los. Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist der Piazza Navona. Dieser befindet sich im Stadtteil Parione und ist einer der typischen barocken Plätze, die man in Rom findet. Ausgiebig studieren wir den Vierströmebrunnen dank Uschis tollem Rom-Reiseführer *.

Tipp: Wir sind auch gerne mal ohne Reiseführer unterwegs, aber gerade bei Städtetrips und in einer Stadt wie Rom verpasst man leider einfach unglaublich viele Sehenswürdigkeiten oder geht arglos an vielen Sachen vorbei, weil man die Bedeutung nicht versteht.

Wer sich über die merkwürdige ovale Form der Piazza Navona wundert, dem können wir an dieser Stelle eine Erklärung liefern: Das Oval entspricht fast exakt dem äußeren Rand eines Stadions, welches hier im Jahr 86 angelegt worden war. Hier fanden früher Zirkusspiele und Wagenrennen statt.

An dem Platz befindet sich auch die Sant’Agnese in Agone. Diese Kirche war einst eine einfache Kapelle, die über dem Ort errichtet wurde, wo die 13-Jährige Sant’Agnese in der Antike starb. Das kleine christliche Mädchen habe sich aus Glaubensgründen geweigert die Ehe mit einem römischen Konsul einzugehen. Als Strafe habe man sie in ein Bordell verschleppt und nackt durch den Zirkus geführt, wo ihr, der Legende nach, auf wundersame Weise Haare wuchsen, um sie zu verhüllen. Brrr eiskalt läuft es uns bei dieser Geschichte den Rücken runter und wir sind überrascht, dass sowohl die Geschichte als auch die Kapelle, bzw. heute Kirche, diese lange Zeit bis Heute überstanden haben. Von Innen eine sehr beeindruckende Kirche mit unglaublichen Malereien – sogar in der Kuppel befinden sich Malereien. 

Spartipp: Meidet die Cafés rund um den Piazza Navona. So gerne man das Treiben auf dem Platz beobachten möchte, spätestens wenn man seine Rechnung aus einem der überteuerten Cafés bekommt, hat die Urlaubsstimmung einen Dämpfer. Eigentlich braucht ihr gar nicht ständig irgendwo einzukehren. Rom hat nämlich fast überall in der Stadt verteilt Trinkbrunnen, aus denen der Genuß aus unbedenklich ist. Mit einer leeren Flasche kann man sich hier gut über den Tag mit Trinkwasser versrogen und spart so einiges an Geld.

Unsere nächste Sehenswürdigkeit auf unserer Liste ist das Pantheon, welches in Rom als La Rotonda bezeichnet wird. Zugegebenermaßen sieht es von Innen nicht ganz so pompös aus, wie manche katholische Kirche, aber trotzdem blickt man sich ehrfürchtig um, wenn man bedenkt, dass das Bauwerk aus der römischen Antike stammt – vermutlich aus der Zeit Hadrians. Eine Fertigstellung soll im Jahre 125 bis 128 n.Chr. erfolgt sein. Wow, irgendwie kann man sich das gar nicht vorstellen. Die Kuppel galt lange Zeit als größte Kuppel der Welt. Es ist beindruckend, dass man damals schon über solche Kenntnisse von Architektur und Statik verfügt hat, um so etwas zu bauen. Noch erstaunlicher finden wir allerdings, dass diese Kuppel mit einem Durchmesser von 43,2 m sogar größer als die des Petersdoms (42,3 m) ist. Weiter geht unsere Tour durch die Stadt.

Nächster Stop – die Engelsburg (auf italienisch Castel Sant’Angelo). Über die berühmte Engelsbrücke, die über den Tiber führt, laufen wir auf die Engelsburg zu.  Rechts und links begleitet von den großen Mamor-Engelsstatuen.
Die Engelsburg selbst wollen wir nicht besichtigen – irgendetwas muss man sich ja auch noch für die nächste Reise aufheben 😉

Trotz der beeindruckenden Engelsburg und der Engelsbrücke genießen wir auch den Blick auf den Tiber und huch, was ist denn das? Auf mehreren hundert Metern der Tibermauer befinden sich antike Zeichnungen. Wir befragen google und sind erstaunt! Die Zeichnungen sind mitnichten antik, sondern stammen aus dem Jahre 2016. Das Ganze ist ein Kunstprojekt. Das ist eine Form von Street Art, die uns begeistert! „Triumphs and Laments“ („Triumph und Klage“) nennt sich das Projekt. Erstaunlich ist die Entstehungsart: Die Figuren sind nicht aufgezeichnet, sondern der Dreck der letzten Jahre drumherum wurde entfernt und die Figuren durch Schablonen ausgespart. Das Kunstwerk wird in einigen Jahren wieder im Dreck der Stadt verschwunden sein.

So langsam ziehen uns unsere müden Füße wieder Richtung Hotel bevor wie uns dann auf den Weg zum Abendessen machen.

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