Rom – die ewige Stadt / Vatikanische Museen / Petersdom

Am nächsten Morgen genießen wir noch das Frühstück bevor es endlich nach Rom gehen soll. In dem großen Raum, wo sich auch die Rezeption befindet, reihen sich an der Wand die Frühstückstischchen in einer Reihe bis zum Buffet. Hier findet jeder etwas Leckeres und kann dazu einen guten italienischen Kaffee genießen. Für „nur“ ein B&B und ein Flughafen-Zwischenstopp-Hotel waren wir sehr positiv überrascht und würden auch beim nächsten Mal direkt wieder hier einchecken. 

Ein Shuttle vom Hotel bringt uns wieder zum Flughafen, wo uns eine S-Bahn bis zur Station Roma Tuscolana bringt. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt durch die unterschiedlichsten Vororte sind wir somit endlich in Rom angekommen.

Jetzt schnell zur nahegelegenen U-Bahn Station und weiter Richtung Vatikanstadt, wo unser erstes Hotel ist. Vollkommen irritiert stehen wir am helllichten Tag vor runtergelassenen Rolltoren am U-Bahn Eingang. Irgendwann schaffen wir es den Text auf der Infotafel zu übersetzen. Wie sind eindeutig in Italien – es wird gestreikt. Heute geht bei den U-Bahnen gar nichts mehr. Also wieder zurück und weiter geht es dann doch mit der S-Bahn. Nachdem wir es so nahe wie möglich an die Vatikanstadt geschafft haben, bleibt immernoch ein 2 km Spaziergang bis zum Hotel. Ein guter Einstieg, weil wir noch sehr sehr viele Kilometer zu Fuß zurücklegen werden in den nächsten Tag.

Endlich habe wir es bis in unser Hotel geschafft! Die ersten zwei Nächte verbringen wir nah am Vatikan und zwar im Hotel Atlante Star *.

Da hatten wir echt Glück mit dem Preis und haben uns mal ein bisschen Luxus, vor allem im Bezug auf die Nähe zum Vatikan, gegönnt.

Die Zimmer sind ganz nett gestaltet und bietet alles, was man braucht. Das Badezimmer hat zwar irgendwie eine ungewöhnliche Aufteilung, aber dafür eine Badewanne mit Whirlpool Düsen!

Das wahrscheinlich Beste und Herausragendste an diesem Hotel ist die Dachterrasse, welche einen herrlichen Blick auf den Petersdom bietet! Leider lud die Terrasse im November jetzt nicht unbedingt dazu ein, dort lange zu verweilen.

Aber das Frühstück wird nur eine Etage tiefer im 6ten Stock des Hotels im Restaurant “Les Etoiles” serviert und von hier kann man sogar schon beim Frühstück das herrliche Panorama auf den unvergleichlichen Petersdom genießen. Und wie gesagt – Zum Petersdom sind es nur wenige Meter zu Fuß.

Nach einer wirklich nur sehr kurzen Erkundungstour durch das Hotel drängt es uns aber nun Richtung Vatikanstadt.

Da es Freitag ist und man im Internet überall lesen kann, dass es eine sehr schlechte Idee sei die Vatikanischen Museen Samstag zu besuchen, entscheiden wir uns spontan dazu, dass Freitagnachmittag zu tun. Und die nicht vorhandene Warteschlange am Eingang bestätigt unseren Entschluss. Innerhalb weniger Minuten sind wir drin.

Die Vatikanischen Museen sind schlicht riesig und ich glaube, selbst wenn man morgens als Erster käme und abends als Letzter ging, hätte man noch nicht alles gesehen. Wir waren über drei Stunden in den vielen Galerien und Sammlungen unterwegs.

Sehenswert fanden wir die doppelläufige Spiraltreppe, die ägyptische Ausstellung, die Galleria delle carte geografiche und das Fußbodenmosaik in der Sala Rotonda . Das absolute Highlight ist natürlich ganz am Schluss die Sixtinische Kapelle mit dem weltberühmten Deckengemälde von Michelangelo. Es ist gar nicht so einfach auf den 530 qm Deckenmalerei die berühmte Szene “Die Erschaffung Adams” zu finden – dieser Ausschnitt des Deckengemäldes ist nämlich erstaunlich klein, kleiner jedenfalls als wir uns das vorgestellt hatten. Auf jeden Fall hat man nach dem Besuch Nackenschmerzen 😀

Leider haben wir für die Bilder aus den vatikanischen Museen bis jetzt keine Freigabe erhalten. Wenn wir diese bekommen. Kriegt ihr sie natürlich zu sehen 😉


Da in der Sixtinischen Kapelle ein striktes Foto- und Videoverbot herrscht, können wir euch an dieser Stelle leider keine Bilder zeigen 😦 

Tipp: Der folgende Tipp ist nicht direkt verboten, aber besonders gerne wird er vermutlich auch nicht gesehen…am Ausgang der Sixtinischen Kapelle gibt es zwei Ausgänge. Einen für Gruppen und einen für die “normalen” Besucher. Wir haben uns unauffällig einer Gruppe angeschlossen und folgten dieser durch den Gruppen-Ausgang. Hier kommt man nämlich unterwegs direkt am Eingang des Petersdoms vorbei und kann sich somit das meist stundenlange Anstehen (meist auch noch in der prallen Sonne) auf dem Petersplatz sparen

Und so sind wir endlich im Petersdom. Wow, der Dom sieht von Außen schon beeindruckend aus, aber von Innen fühlt es sich an, als sei man eine Ameise in einer Kirche. Wenn man sich vorstellt, dass hier 60.000 Menschen Platz finden, wird einem die Größe nochmal vor Augen geführt.

Nach der Reizüberflutung in der Sixtinischen Kapelle ist es uns gerade alles zu viel, zu überladen und zu groß.  Apropos groß – schon wieder haben wir den Kopf im Nacken um den Baldacchin von Bernini zu bewundern. Was im Petersdom dominiert ist Gold…überall, besonders im Deckenbereich. Dicht gefolgt von Marmor natürlich.

Trotzdem ist die größte Kirche der Welt schlicht beeindruckend – besonders was die Größe angeht. Ich persönlich finde den Petersdom am schönsten, auch von der Stimmung her, abends, wenn er beleuchtet ist. Und genau dieser Anblick erwartet uns, als wir rauskommen.

Huch, waren wir wirklich so lange gefangen im Bann diese monumentalen Bauwerkes, dass es schon Dunkel geworden ist?

Uschis Reiseführerwissen: Der Obelisk, der die Mitte des Peterplatzes dominiert, enthält an der Spitze einen Behälter, der angeblich Splitter des Kreuzes Christi beinhaltet. Und noch ein Tipp – In der Nähe des Brunnens auf dem Petersplatz befinden sich zwei Granitscheiben auf dem Boden. Diese Granitscheiben markieren den Brennpunkt der Elipse, die die Säulenreihen bilden. Wenn man auf diesem Punkt steht, sehen die vier Säulenreihen aus, wie eine, da sie direkt hintereinander stehen. 

Nach einer kurzen Erfrischungspause im Hotel quält uns nun der Hunger und wir sind nicht bereit heute noch mehr zu Laufen 😀

Wir befragen TripAdvisor und finden in unmittelbarer Hotelnähe das kleine Ristorante Porta Castello. Für die ganz artgesotteten (vermutlich Raucher) Gäste gibt es ein paar Tischchen draußen, aber im November lädt das Innere des Restaurants doch deutlich mehr zum Verweilen ein.

Wir sind entzückt – genau so stellt man sich ein klassisches italienisches Restaurant vor! Auf den kleinen Holztischen liegen die typischen rot-weiß karierten Tischdecken, es herrscht ein angenehmes italienisches Stimmwirrwarr und was wir so auf den anderen Tischen erspähen, sieht hervorragend aus.
Wir bestellen eine Vorspeise und Pizza. Eine typisch italienische Pizza – dünner knuspriger Boden und so groß, dass sie über den Teller hinausragt. Nach zwei Karaffen unverschämt günstigem und viel zu süffigem Hauswein wanken wir die paar Meter zurück zum Hotel – komisch, der Rückweg fühlt sich auf einmal viel weiter an. Das Restaurant ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Erschöpft fallen wir nur noch ins Bett. Auch für morgen haben wir uns viel vorgenommen. Aber halt- vorher noch schnell ein paar Bilder von der Dachterrasse aus machen!

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