Hotel Alte Posthalterei in Zusmarshausen – Tradition trifft Moderne

Wir freuen uns sehr, dass wir euch in diesem Artikel das Hotel Alte Posthalterei * in Zusmarshausen vorstellen können, welches wir im Rahmen unserer Arbeit für Bloggerday kennenlernen durfte.

Das Hotel Alte Posthalterei

Zusmarshausen – wo ist das denn?!? Diese Frage haben wir uns ehrlicherweise zunächst auch gestellt. Markt Zusmarshausen, wie der Ort ganz offiziell heißt, liegt zwischen Augsburg und Ulm, nur wenige Minuten Autofahrt von der A8 entfernt. Zusmarshausen gehört zum Landkreis Augsburg und liegt im Naturpark Westliche Wälder.

Die Geschichte des Hauses geht zurück bis ins Jahr 1648.
Das Gasthaus lag einst an der einzigen Poststrecke von Wien nach Paris, welches eine der Hauptverkehrsadern in Europa war. Dies brachte natürlich auch einige erlesene und prominente Gäste mit sich. Zu den sicherlich berühmtesten Gästen des Hauses zählt die österreichische Erzherzogin Marie Antoinette, die im Frühjahr des Jahres 1770 in diesem Haus verweilt haben soll. Etliche Jahre später, im Jahre 1805, soll der kaiserliche General Napoleon hier residiert haben. Er sei drei Tage lang geblieben.
Die Liste der prominenten Besucher lässt sich fast endlos weiterführen und umfasst bspw. Fürst Metternich, Kaiser Franz I von Österreich, König Max I von Bayern oder auch König Ludwig I von Bayern und König Carl Gustav von Schweden.
Anhand dieses kurzen Abrisses aus der Geschichte ahnt man schon, dass dieses Haus einer der ältesten Gastronomiebetriebe der Region ist.
Das Haus ist voll Geschichte und mit vielen Geschichten 😉

Tradition…
…und Moderne

Lange Zeit sah es so aus, als sei dieser historische Ort dem Verfall geweiht – bis die Rettung in Form von Manuela und Marc Schumacher kam. Die studierte Tourismusexpertin und Betriebswirtin und der gelernte Koch waren genau zur rechten Zeit am rechten Ort, um dieses Kleinod zu retten.
Das historisch geprägte Traditionshaus wurde liebevoll restauriert und dabei wurde ein großes Augenmerk auf den Erhalt der Historie gelegt. Im vergangenen Jahr erfolgt dann die Wiedereröffnung.
Uns hat die Mischung eines modernen Ambientes mit jahrhunderteralter Tradition sehr gut gefallen!

Die Gemälde, die die Hotelflure zieren, gehören bspw. noch in den Originalbestand von 1648. Lange Zeit waren sie eingelagert gewesen und haben nun wieder einen Platz im Hotel gefunden. Oder auch Stücke des Originalmobilars (wie bspw. Bett, Nachtkästchen und Schreibtisch aus unserem Zimmer) haben nach einer Restaurierung durch den Königshof in München wieder einen Platz im Hotel gefunden. Auch der Kalkputz in unserem Zimmer sei wieder original wiederhergestellt worden. Wenn ihr auf dem neu verlegten Eichenparkett durch das Haus wandelt, findet ihr sicherlich noch viele liebevolle Details und Schätze aus alten Zeiten.

Gemälde aus dem Jahre 1648 zieren die Flure

Das Hotel verfügt über insgesamt 65 Zimmer und ein Appartement mit eigener Küchenzeile.
Die 66 Zimmer unterteilen sich, wie folgt:
2 Fürstenzimmer
– Die kleine Fürstin (Marie-Antoinette Zimmer): 30 qm², freistehende Badewanne, Dusche und separates WC
– Fürstenzimmer Napoleon (Napoleon Suite): 40 qm², freistehende Badewanne, Dusche und separates WC – in diesem Zimer residierten wir ganz fürstlich und das stellen wir euch auch gleich noch vor!
8 Adelszimmer: 24 qm², Doppelbett, seperates WC, 3 Meter Deckenhöhe
45 Posthalterzimmer: 18-20 qm², Doppelbett, Kleiderschrank,90 x 120 cm Dusche. Der Posthalter war damals der Chef des Hauses.
10 Kutscherzimmer: 15-18 qm², Doppelbett, 90 x 120 cm Dusche

Napoleon Suite
Als wir Zimmer 108, die Napoleon Suite, betreten, sind wir zunächst sprachlos!
Da es sich ursprünglich um drei Räume handelte, die nun zu einer Suite zusammengefasst wurden, haben wir ein riesiges Zimmer mit einer Wohnfläche von 40 qm².
Besonders die freistehende Badewanne entzückt uns sehr. Das Raumkonzept ist sehr durchdacht – schaut euch am Besten dazu das Video am Ende des Beitrages an, wo ihr auch eine Roomtour findet.

Unser Bett ist, wie bereits erwähnt, aus dem Originalbestand und ehrlich gesagt haben wir abends schon ein bisschen Gänsehaut, wenn wir uns vorstellen, dass sowohl Marie Antoinette als auch Napoleon schon in dieser Zimmer und vielleicht sogar in diesem Bett geschlafen haben. Wir schlafen auf jeden Fall in beiden Nächten fantastisch. Das Kopfkissen kann man übrigens direkt unten an der Rezeption kaufen 😉 Sollte euch das Kissen nicht gefallen, dann fragt nach der Kissenbar. Ja ganz richtig, eine Kissenbar. Auf Nachfrage erhaltet ihr dann zum Beispiel eine Nackenrolle oder ein Seitenschläferkissen. Wow, so viel Service ist uns wirklich selten wiederfahren!

Da wir erst kurz vor unserem Hotelbesuch geheiratet haben, hat das Hotel uns neben einem kleinen Fläschen Schnittlauchöl aus Eigenproduktion noch mit einer Flasche Prosecco überrascht und begrüßt. Die größte Überraschung stand uns aber noch bevor – das wussten wir nur noch nicht 😉

Kulinarisches aus der Alte Posthalterei

Ein schöner Willkommensgruß

Das Frühstücksbuffet gibt es in dem hoteleigenen Restaurant. Montag bis Freitag gibt es Frühstück von 06-11 Uhr und am Wochenende von 07-11 Uhr. Das dürfte auch den Langschläfern unter uns entgegen kommen 😉 Sollte man doch mal länger schlafen – keine Sorge, das Restaurant öffnet ab 11:30 Uhr.

Wir haben versucht euch mit Fotos die Köstlichkeiten des Frühstückbuffets so gut es geht einzufangen, aber Bilder ersetzen leider keinen Geschmack. Wir fanden die Auswahl absolut hevorragend!


Das Buffet startet mit verschiedenen Getränken (Orangensaft mit und ohne Fruchtfleisch, Kiwisaft, Multivitaminsaft und infused water), es gab zwei Platten mit Wurst- und Käsevariationen und auch das „gesunde“ Buffet kann sich mit frischem Obstsalat (und zwar wirklich frisch), griechischem Joghurt und Bircher Müsli sehen lassen.

Wer es gerne süß und fruchtig auf seinem Brot/Brötchen mag, kann sich entweder am Honig direkt aus der Honigwabe oder an unfassbar leckeren selbstgemachten Marmeladen (z.B. Kokos-Ananas, Kirsche-Schoko) bedienen. Eierspeisen werden auf Bestellung frisch zubereitet, was uns auch sehr gut gefiel. So sind die Speisen nämlich frisch und haben nicht schon den halben Morgen in Wärmebehältern verbracht.

Und natürlich dürfen in Bayern an einem Frühstücksbuffet die typischen Weißwürste nicht fehlen 😉 Was aber unser absolutes Geschmackshighlight am Frühstücksbuffet war, waren die Brote und kleinen Gebäcke.

Es gab bspw. ein so köstliches Walnussbrot, dass wir am Liebsten einfach den ganzen Ring gegessen hätten. Die Brote werden morgens frisch aus einer Bäckerei geliefert.
Für Kaffeespezialitäten sorgt ein hochmoderner Kaffeeautomat und auch die Teetrinker finden eine große Auswahl an Teespezialitäten der Marke Sukitea.
Sowohl beim Frühstück als auch generell im Restaurant wird Wert gelegt auf regionale, saisonale und nachhaltige Produkte.
Übrigens haben auch Nicht-Hotelgäste die Chance dieses Frühstück zu genießen. An Sonn- und Feiertagen zwischen 8 und 11 Uhr sind auch diese Gäste herzlich Willkommen.

Damit ihr einen Eindruck von den Restaurantköstlichkeiten erhalten könnt, haben wir euch einfach mal die Speisekarte abfotografiert. Achtung – da hier, wie gesagt, auf saisonale und regionale Produkte sehr viel Wert gelegt wird, wird die Speisekarte häufiger mal geändert…aber so gibt es ja auch immer einen Grund wieder her zu kommen und die neuen Köstlichkeiten auszuprobieren. Aber nicht nur diese beiden Faktoren sind dem Hotel wichtig, sondern auch eine artgerechte Haltung der Tiere und ein umweltbewusstes Handeln.


Seit Februar dieses Jahrs ist Sandra Hofer Küchenchefin. Die erst 23-Jahre alte Küchenmeisterin hat unter anderem bei einem Zwei-Sterne-Koch gelernt – und das merkt man auch anhand des phänomenalen Essens! Und wie lecker das Essen ist, versuchen wir euch jetzt anhand eines drei Gänge Menüs aufzuzeigen, welches wir an unserem zweiten Abend im Hotel genießen duften.

Links: geraspelter Blumenkohl mit sauer eingelegtem Bkumenkohlstrunk, dazu Orangenfilets und Aperol-Gel. Vegan. 8,90€

Rechts: geräucherte Forelle aus Horgau auf einem Rotkraut-Mousse und mit geraspeltem Rotkohl, dazu eine Rotkohl-Essenz. 11,90 €

Links: Reh aus dem Augsburger Land auf Kartoffelschaum, dazu Knollensellerie und Mangold mit Speck. 22,90 € (kleine Portion 20,40€)

Rechts: Allgäuer Rind (und zwar ein herrliches Bürgermeisterstück) ebenfalls auf Kartoffelschaum und Mangold. Um das Grün und Braun des Waldthemas zu symbolisieren wurde das Gericht mit Spinatschwämmen und geröstetem Pumpernickel garniert. 22,90 € (kleine Portion 21,40 €)

Hochzeitstorte!

Und dann kam der Nachtisch – und der Moment, wo wir einfach sprachlos am Tisch saßen! Das Hotel hat uns zum Nachtisch mit einer Hochzeitstorte überrascht ❤ Himbeer- und Zitronencreme auf Biskuitboden und garniert mit weißer Schokolade und Kokosraspeln.

Das Menü war einfach nur fantastisch lecker und ein Gedicht! Wir haben ehrlich selten so gut gegessen und sind kulinarisch so verwöhnt worden. Auch die Kreativität der Gerichte ließ uns Staunen.

Auf der Rückseite einer kleinen Hotelinformation, die wir beim Einchecken erhielten, fanden wir folgenden – wirklich sehr passenden Spruch – von Johann Wolfgang von Goethe:

„Kein Genuss ist vorübergehend. Der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend“

Nachmittags kann man sich übrigens mit Kaffee und Kuchen oder Eis verwöhnen lassen. Und auch das Eis ist hier etwas Besonderes – zum Einen die Sorten (s. Bild von der Karte) und zum Anderen wird das Eis hausgemacht in einer Eismanufaktur!

Wellness

Im dritten Stock des neuen Gebäudeflügels befindet sich der Wellnessbereich. Hier gibt es zwei Saunen. In einem kleinen Ruheraum laden einige Liegen und zwei Hängekorbsessel zum Entspannen ein. Auch ein kleiner Außenbereich ist vorhanden. Die Duschen sind aktuell noch auf Grund von Sanierungsarbeiten geschlossen. Ein kleiner Fitnessbereich mit Fitnessgeräten ist noch in Planung und soll ebenfalls auf dieser Ebene entstehen. Mehr zum Wellnessbereich sehr ihr in unserem Video am Ende des Beitrages.

Wir konnten für euch auch erfahren, was noch spannendes geplant ist:
Im Oktober diesen Jahres (voraussichtlich) soll die Restaurierung eines weiteren Kellergewölbes abgeschlossen sein. In diesem Weinkeller soll schon Napoleon während seines Aufenthaltes gesessen haben. Dieses Gewölbe soll Platz bieten für zehn Gäste, welche dort ganz exklusiv und für sich ein 5-Gänge Menü für 98€ genießen können.
Der Raum soll jeden Monat durch eine Theaterausstatterin umdekoriert werden. Wir dürfen euch schon mal verraten, dass das erste Thema „Alice im Wunderland“ sein wird…wir sind sehr gespannt!

Auch der Innenhof mit Sitzmöglichkeiten soll noch umgestaltet werden. Im nächsten Jahr (wenn uns die Coronapandemie hoffentlich nicht mehr im Griff hat), sollen die jetzigen Möbel durch Holzloungemöbel ersetzt werden, sodass am Ende 160 Sitzplätze entstehen. Zwei große Schirme mit Heizstrahlern sollen dann ermöglichen, dass man faktisch bei jedem Wetter auch draußen sein kann.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei der Familie Schuhmacher für die wundervollen Stunden in ihrem Hotel bedanken! Aber auch das ganze Hotelteam, was unfassbar freundlich war und insbesondere Frau Sohr, die wir sehr mit Fragen gelöchert haben, verdienen ein großes Dankeschön! Und bei Bloggerday – ohne euch hätte es uns vermutlich nicht so bald nach Zusmarshausen verschlagen 😀

Weitere Infos und aktuelle Angebote findet ihr auch auf den Seiten den Hotels unter: https://posthalterei.com/

Hier findet ihr unseren Videobeitrag zum Hotel Alte Posthalterei:

Eure Sakuschi

* Einige unserer Beiträge enthalten Affiliate-Links zu Produkten oder Unterkünften, die wir auf unseren Reisen benutzen. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Wir empfehlen nur Produkte, Hotels etc. die wir selbst benutzt oder besucht und für gut befunden haben.

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