Siegburg – Tauchen im Dive4Life

Heute haben wir einen besonderen Ausflug geplant, der uns einmal nicht in weite Ferne, sondern ins schöne Siegburg bei Bonn entführt.

Da es zur Zeit in Deutschland kalt ist, Sascha aber trotzdem tauchen gehen will und auch einiges an neuer Ausrüstung zu testen hat, dachten wir, wir schauen uns mal das Dive4Life Tauchcenter an.

Dieser Indoortauchpool ist mit 20 Metern Tiefe, 18 bzw. 10 Meter im Durchmesser und über drei Millionen Liter kristallklares Wasser die größte Anlage ihrer Art in Europa.

Es empfiehlt sich hier vorab Karten und Ausrüstung zu buchen, da gerade die Wochenendtermine schnell ausgebucht sind. Hier findet ihr die aktuelle Preisliste. Gut fanden wir, dass es zum Eintritt direkt einen Parkausweis dazu gab. Außerdem gibt es auch den Gesundheitsfragebogen für Taucher zum Vorab ausfüllen. Das spart Zeit vor Ort

Da Tauchen ein Sport für mindestens 2 Personen ist, Uschi aber nicht tauchen darf, hat uns diesmal unser Freund Michi begleitet, den ihr auch auf den Bildern und Videos seht.

Vor Ort angekommen, geht es erstmal vom Parkplatz zum Haupteingang des benachbarten Schwimmbades. Zum Glück haben wir unsere Tauchsachen alle in einem stabilen Rollcontainer * und es gibt eine Rampe, das erspart einiges an Schlepperei.

Der Zugang zum Dive4Life ist im ersten Stock, wer einen Aufzug nutzen will, geht in das zugehörige friendly Hotel Oktopus *. Wer von weiter weg kommt, kann sich nach einem anstregenden Tauchtag hier direkt zur Ruhe betten. Der Aufzug in der Lobby führt direkt zum Tauchcenter.

Dort angekommen, melden wir uns am Empfang und werden freundlich begrüßt. Wir zeigen unsere Anmeldung und unsere Brevets vor und bekommen alles äußerst kompetent erklärt.

Besonders gut gefallen hat uns, dass unsere gebuchte Ausrüstung schon fertig in Kisten mit unserem Namen gepackt war und nicht erst zusammengesucht werden musst. Da ist man umso schneller unter Wasser.

Unsere Leihausrüstung selbst ist gut gepflegt und in Schuss. Nichts ist kaputt oder merklich abgenutzt und ein paar kleine Probleme bei der Auswahl von Michis Flossen werden schnell und unkompliziert behoben. Überhaupt ist eigentlich immer jemand vom Team des Dive4Life in der Nähe und ansprechbar.

Es stehen Spindschränke zur Verfügung. Für diese benötigt man 1,00€ als Schlüsselpfand. Direkt daneben sind die Umkleide, Dusche und Toilette. Hier wird stündlich saubergemacht, einwandfreier Zustand.

Wir ziehen uns also um, damit der Spaß losgehen kann. Uschi geht derweil ins Schwimmbad nebenan, um ein paar Bahnen zu ziehen und die dortige Sauna zu nutzen.

Tipp: Wenn ihr ins Dive4Life geht, nehmt euch auf jeden Fall eigene Snacks und Getränke mit. Es gibt dort direkt keinen Gastrobetrieb. Wasser wird allerdings sehr vorbildlich kostenlos angeboten und ein Kaffee ist für 1,50€ am Automaten zu erwerben. Bringt euch eigene Tassen mit, Einwegbecher sind (zurecht) keine vorhanden. Man kann allerdings für 2,00 Einen Emaillbecher mit Dive4Life Aufdruck erwerben, dann hat man auch gleich ein Souvenir.

Nun ist es soweit, wir packen unser Tauchequiment zusammen und machen uns auf zum Beckenrand. Schon über Wasser sieht man die tolle Gestaltung des Beckens mit künstlichem Felsgestein. Das ist schon was anderen als ein Fliesenbecken.

Wir machen uns bereit für den ersten Tauchgang, die Pressluftflaschen holt man sich einfach selbst an der Füllstation und diese sind in unbegrenzter Zahl im Eintrittspreis enthalten. Ebenso das benötige Blei.

Das Tauchen mit Nitrox wird im Dive4Life für entsprechend ausgebildete Taucher ebenso angeboten. Die entsprechenden Flaschen und Atemregler sind vorhanden.

Tipp: Nehmt eine Tageskarte! Der Preisunterschied ist wirklich nicht groß, und da man so viel tauchen kann, wie man möchte und die Kondition (und die Nullzeit!) es zulässt, könnt ihr so entspannte Tauchgänge machen ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Den ersten Tauchgang nutzen wir zum Eingewöhnen, keine Kamera, schön langsam abtauchen und sich mit Ausrüstung und der Umgebung unter Wasser vertraut machen.

Besonder angenehm ist hierbei, dass das Becken nicht einfach senkrecht abfällt, sondern sich die erste Plattform bereits in maximal 2 Meter Tiefe befindet. An manchen Stellen kann man mit 1,75m locker stehen. Hier kann man sich noch einmal in Ruhe sortieren, die Maske ausblasen, checken ob es dem Buddy gut geht und nach einem deutlichen gegenseitigen OK-Zeichen zur zweiten Plattform abtauchen.

Diese befindet sich auf ca. 6 Meter Tiefe und zieht sich rund um das Becken. Sie ist als Säulengang gestaltet und auch hier ist großzügig mit Kunststein gearbeitet worden, so dass man fast vergessen kann, das man nicht in Atlantis gelandet ist, sondern sich immer noch in einem gigantischen Pool befindet. Ich genieße die Schwerelosigkeit und freue mich, wie leicht es sich mit meinem neuen Atemregler * unter Wasser schnaufen lässt. Das ist schon ein Unterschied zu den oft abgenudelten Leihregler, die ich so im Mund hatte.

Ein Blick zu meinen Buddy Michi, alles OK. Wir arbeiten beide noch an unserer Tarierung. 😉

Wir schweben entspannt in 6 Meter Tiefe, mit Blick in das tiefe Loch in der Mitte, in dem es bis 20 Meter runter geht. Von unten jede Menge Luftblasen, die silbrig, wie ein Vorhang, nach oben steigen. Nach etwa über 40 Minuten beenden wir entspannt unseren ersten Tauchgang.

Es geht raus aus dem „Becken“. Sehr gut gelöster Ausstieg über ein breite Metalltreppe. Da kommt man sowohl mit als auch ohne Flossen super aus dem Becken.

Nun heißt es erstmal raus aus der Ausrüstung und Pause machen. Für den Neopren stehen Bügel zum Aufhängen zur Verfügung. So wird das Material geschont und man muss beim nächsten Tauchgang nicht in einen klitschnassen, kalten Anzug steigen. Die restliche Ausrüstung kann man einfach wieder in die vom Tauchcenter bereitgestellten Kisten räumen und diese unter den Sitzbänken verstauen, die sich rund um das Tauchbecken befinden.

Im Eingangsbereich stehen Tische, an denen man in Ruhe pausieren und auch etwas essen kann. Diese sind gut frequentiert, aber es finden sich noch zwei Plätze für uns. Wir besprechen unseren ersten Tauchgang und füllen unsere Logs aus. Wer, so wie ich, sein Log, sowohl digital als auch in Papier führt, findet am Empfangscounter, sowohl die passenden Stempel, als auch den QR-Code für die gängigen Logbuch Apps zum Verifizieren des Tauchganges. Bei meiner SSI App hat das einwandfrei funktioniert.

Nach unsere Pause und genügend Flüssigkeitszufuhr sind wir bereit für unseren zweiten Tauchgang. Also ab zur Ausrüstung und dann ins Wasser. Diesmal ist auch das Foto/Video Eqiment in Form meiner Osmo Action* dabei. Alle Aufnahmen in diesem Beitrag wurden damit angefertigt. Außerdem werden heute die beiden neuen Lume Cubes als Beleuchtung getestet. Diese habe ich als Set mit der entsprechende Kamerabefestigung erworben und will heute mal schauen, wie das zusammen harmoniert.

Meine Eindrücke zum dem Set findet ihr hier.

Da es im Becken gerade ziemlich voll ist unter Wasser warten wir noch einen Moment bis einige Gruppen wieder am Auftauchen sind – dann geht es für uns los.

Wir tauchen langsam ab bis auf die 6 Meter Plattform. Da mir der Druckausgleich etwas Probleme bereitet, wartet Michael als geduldiger Buddy schon unten auf der Plattform. Von dort aus mache ich einige Aufnahmen nach oben und unten und teste die Beleuchtung.

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Für die durchaus dunklen Ecken unter den Säulengängen ist die Beleuchtung mehr als ausreichend. Wir tauchen gemächlich einmal den Säulengang ab. Dabei entdecken wir die Fenster zum benachbarten Schwimmbad. Begeisterte Kids drücken sich dort die Nase platt und winken. Da blubbern wir natürlich gerne ein bisschen und winken zurück.

Wie es der Zufall will, ist Uschi auch gerade am Fenster und flitzt los um ihr Handy für ein paar „Außenaufnahmen“ zu holen.

Finden wir eine tolle Sache! So können auch die Nichttaucher mal einen Blick ins „Blaue“ werfen und schauen, was wir so unter Wasser treiben.

Nach diesem kleinen Exkurs geht es weiter nach unten in den „Tiefbereich“ des „Beckens“. Die Wände sind hier in Abständen mit Objekten verziert, was den künstlichen Charakter wunderbar auflockert. Wir schweben langsam tiefer. Am Boden des „Beckens“ auf ca. 20m befinden sich mehrere „historische“ Gebäudeteile, weiter Säulen und Statuen, sowie eine kleine künstliche Höhle, in die man von oben herein und unten wieder heraustauchen kann. Hier ist es schon ganz schön dunkel.

Die Beleuchtung habe ich in diesem Fall mit Absicht ausgelassen, um zu testen, ob die Knöpfe zum Einschalten auch auf 20m Tiefe noch funktionieren. Dies ist nicht der Fall. Gut zu wissen!

Wir tauchen durch die „versunkene Stadt“ . Hier kann man sich wirklich austoben und Tarierung und Annäherung an Objekte üben. Das nächste Korallenriff, in dessen Nähe man kommt, wird einem jede einzelne Minute davon danken.

Außerdem kann man bei der vielen schönen Deko fast vergessen, dass man hier in einer künstlichen Umgebung ist. Da hat sich jemand wirklich viel Mühe gemacht.

So langsam näher wir uns den 70 Bar Restdruck, die wir für den Aufstieg ausgemacht haben. Langsam und kontrolliert geht es wieder nach oben. Ein Blick auf meinen Tauchcomputer,* alles in Ordnung. Das gute Stück piept sofort, wenn wir auch nur ein bisschen zu schnell sind. Gute Sache. Sicherheit beim Tauchen geht nämlich definitiv vor. Bei 3m legen wie noch einen Sicherheitsstop ein, das haben wir mit einkalkuliert. Ein paar Minuten später sind wir wieder an der Luft.

Zeit für die nächste Pause! Mittlerweile hat sich auch Uschi wieder zu uns gesellt. Auch wir Angehörige und Nicht-Taucher-Begleitungen ist der Zutritt in den Tauchbereich gestattet. Wir trinken erstmal gemütlich einen Kaffee und beobachten die anderen Besucher.

Hier ist alles vorhanden. Vom Tauchkurs, Apnoe-Taucher oder Urlaubstaucher, die sich einen Großteil der Ausrüstung hier leihen, bis hin zu einer Gruppe in Trockentauchanzügen, die aussehen, als wollten sie direkt in die nächste unerforschte Höhle eintauchen.

Das Dive4Life scheint also für viele Taucher etwas zu bieten. Man kann hier einfach aus Spaß tauchen, hat Gelegenheit seine Ausrüstung zu testen, kann trainieren oder sich nach längeren Pausen wieder ans Tauchen gewöhnen und das alles bei klarer Sicht und 26°C Wassertemperatur.

Da wir ja eine Tageskarte haben, nutzen wir die Zeit für eine längere Pause zum Quatschen, Dampfen und Kaffee trinken, bevor Michi und ich uns dann zu unseren dritten Tauchgang aufmachen. Uschi hat es sich derweil am Beckenrand gemütlich gemacht, schaut uns zu und wird die Zeit des Tauchganges zum Lesen nutzen oder sich über das kostenlose WLAN freuen. Freies WLAN ist natürlich absolut perfekt, um die gemachten Bilder und Videos direkt hochzuladen 😉

Mittlerweile hat man schon wieder Routine im Anziehen und Ausrüstung checken. Bei jedem Check lernt man wieder etwas, worauf man achten sollte. Wer sich schon mal den Kopf an der ersten Stufe gestoßen hat, wird zum Beispiel nie wieder vergessen die Höhe seiner Flasche zu checken 😉

Nach den Buddycheck geht es erneut ins Wasser. Ich nutze die Zeit um noch ein paar schöne Fotos und Videos zu machen und einfach das Gefühl der Schwerelosigkeit zu nutzen. Da wir uns diesmal beide mit dem Druckausgleich ein bisschen schwer tun geht es gaaaanz langsam immer tiefer. Gutes Training.

Wir tauchen über die 6 Meter Ebene noch einmal ganz hinab auf 20 Meter. Diesmal will ich dann doch durch die Höhle, die ich beim vorherigen Tauchgang ausgelassen habe. Ein guter Prüfstein für „enge“ Räume unter Wasser, auch wenn die Durchgänge hier großzügig dimensioniert sind.

Wer aber hier schon Angst bekommt, weiss: „In der freien Wildbahn“ enge Räumen unter Wasser lieber meiden.

Michi wartet als guter Buddy am „Höhlenausgang“ und ist ein bisschen überrascht, als ich aus einer anderen Höhle geschwebt komme. Er hat mich wohl schon gesucht. Trotzdem gut zu wissen, das da jemand ist, der im Zweifel merkt, wenn man irgendwo verschollen gegangen ist. Deshalb immer mindestens zu Zweit tauchen!

Ein Blick auf unsere Finimeter sagt uns, dass wir diesmal ganz schön Luft gezogen haben. Das mag einmal an der Tiefe, aber auch an mehr Bewegung unter Wasser liegen, es wird also bereits Zeit zum Auftauchen. Gemütlich geht es nach oben, langsam wird es wieder heller um uns. Als wir den Kopf aus dem Wasser stecken, wartet Uschi schon am Beckenrand, um uns die Ausrüstung abzunehmen. Ein toller Service 😉

Michi und ich sind jetzt platt. 3 Tauchgänge sind uns genug, da sind wir uns einig. Und irgendwie sind auch schon über sechs Stunden vergangen. Wir machen uns also daran unsere Ausrüstung wieder zu sortieren und zum Trocknen aufzuhängen. Die Leihausrüstung geben wir mit unseren Kisten wieder am Empfang ab.

Nachdem wir geduscht und umgezogen sind, ziehen wir Resümee:
Der Ausflug ins Dive4Life hat sich wirklich gelohnt. Es ist auch ohne Flora&Fauna ein tolles Gefühl hier zu tauchen und man kann in „sicherer Umgebung“ ohne Strömung oder sonstige „Störungen“ sehr entspannte Tauchgänge machen. Vor allem um im Training zu bleiben, Ausrüstung zu testen oder um „wieder rein zu kommen“ eignet sich das Dive4Life hervorragend.

Aber auch der Spaß bleibt bei der toll gelungenen Beckendeko und dem guten Service nicht auf der Strecke. Uns hat es wirklich sehr gut gefallen und wir komme auf jeden Fall wieder.

Den kompletten Videobeitrag zu unserem Ausflug ins Dive4Life Siegburg findet ihr hier:

Bis zum nächsten Mal, Euer Sakuschi

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